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Panama Informationen

Geschichte

Wegekreuz, Übersee-Handelszentrum, die Union zweier Subkontinenten. Es gibt so viele verschiedene Schlagwörter, mit denen man Panama definieren könnte, aber alle beziehen sich auf dasselbe Thema: Der Kanal. Dieses Wunderwerk der Ingenieurskunst, das das Land ins Geschehen der Weltwirtschaft gebracht hat.

Bis zum Anfang des 16. Jhdts. war der Isthmus, der den Pazifik vom Atlantik trennt und Nord- und Südamerika miteinander verbindet, von unzähligen verschiedenen Indianervölkern bewohnt, von denen noch 7 Völker bis ins heutige Panama überlebt haben. Mit der Ankunft der Spanier ab dem Jahr 1501 begann auch für Panama die Kolonialzeit. Panama City an der Pazifikküste und Portobelo an der Karibikküste entwickelten sich zu den wichtigsten Umschlagplätzen für das in Peru gefundene Inka-Gold auf seinem Weg vom Pazifik nach Spanien, und für Handelswaren, die von Europa aus über Panama nach Amerika geschafft wurden. So viele Reichtümer riefen natürlich Piraten wie Henry Morgan auf den Plan, der für das Britische Empire raubte und plünderte und die damalige Stadt Panama, die heutigen Ruinen von la Vieja Panamá, bis auf die Grundmauern runterbrannte.

November 1821 steckte das Fieber des Kampfes um die Unabhängigkeit auch Panama an. Die spanische Armee schloss einen Nicht-Angriffs-Pakt mit der neuen Nation unter der Führung von General José Fábregas. Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage und der Bewunderung des großen Befreiers Bolívar, schloss sich Panama  mit Venezuela, Kolumbien und Ecuador zu Großkolumbien zusammen. 70 Jahre lang kam es immer wieder zu Trennungen und Wiedervereinigungen Panamas mit Großkolumbiens, bis im November 1903 die Republik von Panama proklamiert wurde.

Währenddessen tauchten Ende des 19. Jhdts. die ersten Pläne zur Schaffung eines Kanals, der die beiden Ozeane miteinander verbindet, auf. Das erste Projekt stammte vom Franzosen Lesseps aber scheiterte. Von seinen Fehlern lernte die amerikanische Verwaltung und um den kolumbianischen Widerstand gegen die Pläne zu überwinden, unterstützten sie Panama in seinen Unabhängigkeitsbestrebungen bis zum Jahr 1903, und schaffte es im Jahr 1914 den Panamakanal zu eröffnen.

Die jüngere demokratische Geschichte Panamas wurde im Jahr 1968 mit einem Militärputsch unterbrochen und musste 21 Jahre lang unter einer Militärdiktatur leiden.

Das heutige Panama ist ein Land, dem der Kanal als einziger Existenzgrund nicht mehr genügt und sich Mühe gibt, immer mehr Touristen anzuziehen. Panama ist viel mehr als nur der Kanal; es ist Strand, Bergwelt, Regenwald, Kultur, der hilfsbereite Charakter seiner Einwohner und vor allem die größte Artenvielfalt, die Sie jemals gesehen haben.

Wirtschaft

Panama ist ein Schwellenland, sowohl als Reiseziel, als auch als Achse für den Welthandel. Das Bruttoinlandsprodukt wächst stetig seit 20 Jahren und hat sich zwischen den Jahren 2003 und 2009 verdoppelt. Die touristischen, finanziellen und logistischen Aktivitäten machen 75% des BIPs aus.

Die Arbeitslosenquote beträgt nur 2,9% und es wird wahrscheinlich das lateinamerikanische Land sein, was im Jahr 2015 die meisten Arbeitsplätze schafft, vor allem dank der Fertigstellung der Arbeiten an der Erweiterung des Panamakanals. Den Kanal entlang sind Containerhafen, Freihandelshäfen, Eisenbahnen und der wichtigste Flughafen von Zentralamerika angeordnet. Der internationale Flughafen Tocumen befördert jedes Jahr mehr Passagiere, sowohl Touristen als auch Geschäftsreisende.

Panama hat das Glück, eine junge Bevölkerung zu haben. Ungefähr 90% der Einwohner sind jünger als 65 Jahre, was eine große aktive Bevölkerungszahl bedeutet. Die Mehrheit arbeitet im Dienstleistungssektor, konkret in der Logistik und im Tourismus.

Bevölkerung

In Panama gibt es eine große ethnische Vielfalt, die dieses Land, das schon immer ein Durchgangsort für die verschiedensten Völker war, in eine bunte Palette aller Arten von Kulturen verwandelt. 67% der Panameños sind Mestizen oder Mulatten, 14% Schwarzafrikaner, 10% Weiße, 6% Indigene und 3% mit sehr gemischten ethnischen Wurzeln.

Zur indigenen Bevölkerung zählen mehr als 400.000 der insgesamt 3,5 Millionen Einwohner Panamas, und sie gehören zu 7 verschiedenen Stämmen: Die Kuna, die die Küste und die karibischen Inseln von San Blas bewohnen, die Emberá und die Wounaan, die in der Nähe der kolumbianischen Grenze im Darien und entlang der Flüsse Chagres und Gatún siedeln, die Ngäbe und die Bugle, die die Gegend zwischen Bocas del Toro und Chiriquí teilen. Weiterhin gibt es die Naso westlich von Bocas del Toro und die Bribri, die die Gegend an der Grenze zu Costa Rica bewohnen. Die indigenen Gebiete sind genau abgegrenzt und die Gesetzgebung bestimmt gemeinschaftlichen Nutzen und Eigentum des Bodens in ihnen.

Diese Völker haben ihre Siedlungen in ländlichen Gegenden und im Urwald, während 59% der Bevölkerung in urbanen Zentren leben.

Verwaltungsgliederung

Die Republik von Panama ist verwaltungsmäßig aufgeteilt in 9 Provinzen und 5 autonome indigene Territorien. Die Provinzen sind: Bocas del Toro, Coclé, Colón, Chiriqui, Darién, Herrera, Los Santos, Panamá und Veraguas. Bei den Territorien der indigenen Volksgruppen handelt es sich um Ngöbe-Buglé, Emberá-Wounán, Kuna Yala, Madugandí und Wargandí.

Religion

Ungefähr 80 % der panamenischen Bevölkerung ist katholisch. Die übrigen Einwohner gehören anderen Glaubensrichtungen an wie z.B. der protestantischen, evangelischen oder griechisch-orthodoxen Kirche, dem Hinduismus, dem Judentum oder dem Islam.

Kultur

Gastronomie

Die Vielfalt des Landes findet ihren Ausdruck auch in der großen Varietät an Gerichten und regionalen Spezialitäten. Eine karibische Köstlichkeit sind Fisch und Meeresfrüchte frisch aus dem Meer gefangen. Traditionsgemäß werden viel Reis, Bohnen und tropische Früchte gegessen. Dank der weitverbreiteten Viehzucht des Landes, spielt auch Fleisch eine wichtige Rolle bei der panamenischen Ernährung. Eines der Nationalgerichte ist „Sancocho“, eine pikante Suppe mit Huhn und Gemüse, die mit Reis als Beilage serviert wird. In Panama City gibt es einige der besten Restaurants von ganz Lateinamerika, die Spezialitäten aus allen Teilen der Welt anbieten.

Karneval

Der Karneval ist für die Panamenier das meist herbeigesehnte Fest des ganzen Jahres und übertrifft damit an Beliebtheit sogar Weihnachten und die Karwoche. Das ganze Land ist auf den Straßen um zu tanzen, zu singen und die folkloristischen Darbietungen zu bewundern. Zentrum dieser zügellosen Lebensfreude ist die Halbinsel Azuero mit den Dörfern Las Tablas und La Villa de los Santos.

Die Pollera

Die Pollera ist die traditionelle panamenische Tracht. Inspiriert von der andalusischen Damenkleidung des 16. Jahrhunderts, wurde die Pollera weiter entwickelt und afrikanische und indianische Elemente hinzugefügt. Nur wenige Nationaltrachten sind derart raffiniert, elegant und liebevoll geschmückt. Mit der Pollera wurden bereits mehrere Preise in Wettbewerben von internationalem Ruhm gewonnen, wie z.B. bei der Miss-Universe-Wahl und der Miss-World-Wahl. Die schönsten Polleras werden in der Umgebung von Santo Domingo in Las Tablas angefertigt, in der Provinz Los Santos. Die Anfertigung einer Pollera dauert von sechs Monaten bis zu einem Jahr und kann bis zu 10.000 Dollar kosten, auch ohne die traditionellen Goldverzierungen.

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